Risikofaktoren für eine Parodontitis

Arzt berührt mit Stethoskop virtuellen Bildschirm mit grafischen Symbolen rund um Medizin

Eine Parodontalerkrankung entwickelt sich, wenn das Immunsystem des Patienten nicht in der Lage ist, die Summe aller Risikofaktoren zu kompensieren. Dabei ist der Hauptrisikofaktor das Vorliegen von parodontopathogenen Bakterien. Aber bei der Entstehung und dem Fortschreiten der Parodontitis spielen – neben der genetischen Veranlagung des Patienten – auch noch weitere Risikofaktoren eine große Rolle.

  • Beispielsweise beeinträchtigen Rauchen und Diabetes mellitus die Durchblutung des Gewebes und tragen damit zu einem Fortschreiten der Parodontitis bei.
  • Während einer Schwangerschaft führt die Hormonumstellung zu einer Auflockerung des Gewebes und bietet damit den Bakterien eine ideale Angriffsfläche.
  • Das Alter bringt weitere Probleme wie eingeschränkte Mobilität und die Einnahme von bestimmten Medikamenten mit sich, die eine Parodontitis begünstigen.
  • Aber auch Stress und eine mangelhafte Mundhygiene gelten als wesentliche Risikofaktoren für Parodontalerkrankungen.

Je mehr dieser Faktoren zusätzlich zu den Bakterien vorliegen, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich die Erkrankung etabliert oder einen schwerwiegenden Verlauf nimmt. Daher ist gerade bei der Parodontitis eine umfassende Anamnese von hoher Wichtigkeit. Denn umso besser eine Behandlung an die individuelle Situation des Patienten angepasst ist, desto erfolgversprechender ist die Therapie.