PA-Status und Reevaluation

Im Anschluss an die Initial- und Hygienephase überprüft der Zahnarzt den Erfolg der bisher durchgeführten Maßnahmen. Auf Basis dieser Untersuchung wird entschieden, ob eine weitere Behandlung notwendig ist oder ob der Patient in die Erhaltungsphase überführt werden kann.

Tiefe der Zahnfleischtaschen wird mit einer Sonde gemessen

Die Reevaluation findet ca. 2–4 Wochen nach Abschluss der Initial- und Hygienephase statt. Sie dient der Kontrolle der Patientencompliance, der Hygiene-Indices und der klinischen Parameter. Um dies umfassend zu beurteilen, wird auch ein kompletter PA-Status erhoben. Dieser beinhaltet die Untersuchung von:

  • Taschentiefen
  • Rezessionen
  • Furkationsbefall
  • Lockerungsgraden

Markerkeimanalyse

Eine mikrobiologische Analyse mit micro-IDent® bzw. micro-IDent®plus unterstützt die Entscheidung, ob weitere Behandlungsmaßnahmen notwendig sind. Das Testergebnis zeigt beispielsweise, ob Bakterienspezies vorliegen, die in das Weich- und Knochengewebe eindringen können und so die Entzündung, trotz optimaler mechanischer Reinigung, aufrechterhalten. In diesem Fall ist im Rahmen der nicht-chirurgischen Parodontitis-Therapie eine adjuvante Antibiose dringend angeraten.

Weiterführende Therapie

Idealerweise ergibt die Reevaluation, dass die Ziele der Vorbehandlung erreicht wurden und der Patient direkt in die Erhaltungsphase entlassen werden kann. Ist allerdings keine zufriedenstellende Verbesserung der klinischen Parameter eingetreten, wird der Patient in die nicht-chirurgische Parodontitis-Therapie überführt. Dabei stehen das subgingivale Débridement sowie die Entfernung von Konkrementen und damit die Reduktion bzw. Eliminierung von subgingivalen Bakterien im Mittelpunkt. Der erstellte PA-Status dient zusammen mit der mikrobiologischen Analyse als Grundlage für die weitere Therapieplanung. Zudem ist er aber auch für die Beantragung der weiterführenden Therapieschritte bei der Krankenversicherung notwendig.