Initial- und Hygienephase

Die vorrangigsten Ziele einer Parodontaltherapie sind es, Entzündungen zu beseitigen und die Situation zu stabilisieren. Dafür ist die Herstellung optimaler Mundhygieneverhältnisse essentiell, um die Sondierungstiefen zu verringern, Attachment zu gewinnen und langfristig Zahnverlust zu vermeiden.

Patientenmotivation

Zentrales Element einer jeden Therapie ist ein ausführliches Gespräch, um den Patient zur Mitarbeit zu motivieren. Dies kann durch das Vermitteln von Hintergrundinformationen zu Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten von Parodontalerkrankungen geschehen. Wichtig ist eine Aufklärung über zusätzliche Risikofaktoren – vor allem das Rauchen. Vielen Patienten ist nicht klar, dass Rauchen auch die parodontale Gesundheit nachhaltig beeinflusst und den Therapieerfolg gefährdet.

Mundhygieneinstruktionen

Eine effektive Plaquekontrolle durch gründliche Mundhygiene ist die Grundvoraussetzung­ für­ den Erfolg der antiinfektiösen Therapie. Die sorgfältige Mitarbeit des Patienten ist somit entscheidend für den Therapieerfolg. Daher ist eine ausführliche Anleitung bei der Putztechnik und dem Benutzen von Hilfsmitteln wie Zahnseide, Interdentalbürstchen, etc. essentiell. Auch Mundspüllösungen können den Patienten bei der umfassenden Plaquekontrolle unterstützen.

Mundhygiene wird der Patientin gezeigt und geübt

Zahnstatus

Damit der motivierte Patient das Gelernte zuhause umsetzen kann, müssen grundsätzlich hygienefähige Zustände herrschen. Deshalb werden insuffiziente Kronen- und Füllungsränder, undichte Füllungen, Pseudotaschen, nicht-erhaltungswürdige Zähne, etc. beseitigt. Auf diese Art werden Plaque-Retentionsnischen entfernt, in denen anderenfalls, trotz optimaler Therapie, Bakterien überdauern und somit den Erfolg der Behandlung langfristig gefährden können.

Zahnreinigung

Bei der Professionellen Zahnreinigung (PZR) werden harte und weiche Beläge sowie Konkremente von den Zahn- und den erreichbaren Wurzeloberflächen entfernt. Dabei kommen verschiedene Geräte und Instrumente zum Einsatz. Das reduziert die Belastung mit parodontopathogenen Bakterien und schafft die Voraussetzungen für den Erfolg der weiterführenden Therapiemaßnahmen.