Wie unsere Technologie DNA sichtbar macht

Unsere selbstentwickelten Testsysteme, die wir in unserem Servicelabor verwenden, basieren auf der DNA•strip-Technologie. Damit weisen wir spezifisch bakterielle oder humane DNA nach.

Die Lösung für die PCR wird in Reaktionsgefäße pipettiert

Jedes Lebewesen besitzt in Form von DNA seine ihm eigene Erbinformation mit individueller Sequenz. Daraus ergibt sich ein ganz persönlicher genetischer Fingerabdruck, der durch molekularbiologische Verfahren sichtbar gemacht werden kann. Dies macht sich die medizinische Diagnostik zunutze. Anhand der detektierten DNA-Sequenzen lassen sich bspw. konkrete Aussagen darüber machen, welche Bakterienspezies die Infektion verursachen, oder ob beim Patienten eine bestimmte Genvariante vorliegt, die für eine Krankheit typisch ist.

Dentaldiagnostik von Hain Lifescience

In der Zahnarztpraxis liefert molekulare Diagnostik entscheidende Informationen für eine erfolgreiche Parodontitistherapie. Dafür bieten wir die Testsysteme micro-IDent®, micro-IDent®plus und GenoType IL-1 an. Diese basieren auf der DNA•strip-Technologie, die wir nach höchsten Qualitätsansprüchen selbst entwickelt haben. Sie verbindet eine hohe Sensitivität mit maximaler Spezifität und bietet hohe diagnostische Sicherheit.

DNA•strip-Technologie im Detail

Sobald die Proben aus der Zahnarztpraxis bei uns eintreffen, werden die darin enthaltenen Zellen mit Hilfe spezieller Extraktionsverfahren aufgebrochen und die DNA isoliert. Im Anschluss werden die Nukleinsäuren durch die Polymerase-Ketten-Reaktion (Polymerase Chain Reaction, PCR) selektiv vermehrt. Im nächsten Schritt werden die dabei entstandenen doppelsträngigen Amplifikate chemisch denaturiert, da die Detektion auf dem DNA•strip anhand einzelsträngiger DNA erfolgt.

Beim DNA•strip handelt es sich um einen Membranstreifen aus speziellem Trägermaterial. Dieser ist mit hochspezifischen Sonden beschichtet, die komplementär zur selektiv amplifizierten Nukleinsäure sind. Das einzelsträngige Amplifikat bindet im Verlauf der Hybridisierung spezifisch an die Sonden, während unspezifisch gebundene Amplifikate in anschließenden Waschschritten entfernt werden.

Das spezifisch gebundene Amplifikat wird während der Konjugatreaktion mit dem Enzym alkalische Phosphatase markiert und anschließend in einer enzymatischen Farbreaktion sichtbar gemacht. Bei diesem Schritt entsteht auf dem DNA•strip ein spezifisches Bandenmuster.

Für die Auswertung des DNA•strip verwenden wir ein Computer-gestütztes System, wodurch wir objektive Testergebnisse gewährleisten. Nach der Verifizierung durch unser Fachpersonal werden die im Labor ermittelten Daten an unsere Kundenbetreuung weitergeleitet. Dort werden die Ergebnismitteilungen erstellt und versandt. Diese zeigt Ihnen auf einen Blick das individuelle Testergebnis des Patienten.