Vorteile der Analyse mit micro-IDent® und micro-IDent®plus

In Zeiten zunehmender Antibiotikaresistenzen muss der Einsatz dieser wichtigen Medikamente rational erfolgen und diagnostisch abgesichert sein. Doch es gibt noch weitere Gründe, die für eine mikrobiologische Analyse sprechen.

Testergebnis ermöglicht eine individuelle und erfolgreiche Therapie

Zusammen mit der klinischen Untersuchung gibt das Ergebnis der mikrobiologischen Analyse dem behandelnden Zahnarzt ein umfassendes Bild über den Zustand des Parodonts. Auf dieser Basis kann er nun die Therapie planen und die einzelnen Schritte ganz individuell an die Bedürfnisse des Patienten anpassen. So kann die Parodontitis gezielter und damit erfolgreicher bekämpft werden.

Hilft bei der Entscheidung für oder gegen eine adjuvante Antibiose

Das Ergebnis gibt Auskunft darüber, ob eine rein instrumentelle Behandlung ausreichend ist um die Infektion zu beherrschen oder ob Bakterien vorhanden sind, die eine begleitende Antibiotikatherapie erforderlich machen.

Erlaubt die Auswahl des optimalen Wirkstoffs

Nur die detaillierte Kenntnis des Erregerspektrums ermöglicht die Auswahl eines Antibiotikums, das die individuell vorhandenen parodontopathogenen Bakterien sicher reduziert, dabei die benefizielle Flora aber möglichst nicht schädigt.

Über- oder Unterbehandlungen werden vermieden

In einigen Praxen ist es gängig, im Rahmen einer Parodontitis-Therapie blind den Winkelhoff-Cocktail zu verschreiben. Ohne Kenntnis des Keimspektrums kann dies für viele Patienten jedoch eine Überbehandlung bedeuten, da oftmals eine Antibiose mit nur einem Wirkstoff ausreichend wäre. Eine Kombinationstherapie mit dem Winkelhoff-Cocktail ist laut einer statistischen Auswertung von knapp 170.000 Patientenproben (micro-IDent®, Hain Lifescience, Nehren) tatsächlich nur in 23,67 % der ausgewerteten Fälle indiziert. Der überwiegende Teil der Patienten, nämlich 68,59 %, wäre durch eine adjunktive Behandlung mit Metronidazol optimal versorgt worden. In anderen Fällen entscheidet sich der Behandler vielleicht gegen eine Antibiose, obwohl diese dringend angeraten wäre. Eine mikrobiologische Analyse mit micro-IDent® bzw. micro-IDent®plus kann solche Fehler vermeiden und stellt somit eine wichtige Entscheidungshilfe für die erfolgreiche Therapieplanung dar.

Gefahr der Resistenzentwicklung wird minimiert

Ungeprüfter Einsatz von Antibiotika erhöht die Gefahr einer Resistenzentwicklung deutlich, da die Antibiose nicht gezielt auf die pathogenen Bakterien abgestimmt ist. Das kann zur Folge haben, dass bei einer lebensgefährlichen Infektion wichtige Antibiotika nicht mehr wirksam sind. Daher sollten Antibiotika immer nur nach vorheriger mikrobiologischer Diagnostik verschrieben werden.

Kontrollanalysen dokumentieren den Behandlungserfolg

Kontrollanalysen bieten sich an um zu überprüfen, ob die antibakterielle Therapie erfolgreich war. Sie sollten nicht früher als 8 Wochen nach Beendigung der Antibiose durchgeführt werden. Bereits abgetötete, noch im Sulkus befindliche Bakterien könnten sonst zu einem falsch-positiven Testergebnis führen. Im Idealfall sollten in der Kontrollanalyse keine parodontopathogenen Bakterien mehr nachweisbar sein, zumindest aber sollte die Bakterienbelastung deutlich zurückgegangen sein. Ist das nicht der Fall, sollte man Fehlerquellen analysieren, gegebenenfalls zusätzliche Therapieoptionen in Betracht ziehen und die Entwicklung der Erkrankung engmaschig beobachten.

Zur Risikoabschätzung vor Implantationen

In der Implantologie ist eine Analyse der Subgingivalflora besonders vor umfangreichen, finanziell aufwendigen Sanierungen sinnvoll. Bei einem positiven Testergebnis sollte immer erst die gezielte Keimelimination erfolgen, bevor mit der Implantation begonnen wird. So wird einem Implantatverlust vorgebeugt. Ist eine Periimplantitis bereits etabliert, dient die Testung der Auswahl eines adäquaten Antibiotikums für die zielgerichtete Therapie.

Zur Früherkennung von Rezidiven im Recall

Während der Recallphase helfen regelmäßige mikrobiologische Analysen dabei, eine Reinfektion frühzeitig zu erkennen. Patienten mit einem positiven Testergebnis sollten weiterführend untersucht und gegebenenfalls wieder der aktiven Behandlungsphase zugeführt werden.