Volkskrankheit Parodontitis

In Deutschland leiden ca. 75 % aller Erwachsenen an einer behandlungsbedürftigen Parodontitis, von denen etwa 15% einen fulminanten Verlauf nehmen. Durch Parodontitis gehen daher heute mehr Zähne verloren als durch Karies. Die Behandlung der Parodontitis hat sich aus diesem Grund auch zum zentralen Thema der zahnärztlichen Praxis entwickelt.

Doch auch die Behandlungsstrategie hat sich so verändert: weg von der Konstatierung und Reparatur irreversibler Schäden, hin zur individuell geplanten, Ursachen-orientierten und damit langfristig erfolgreichen Therapie. Eine zentrale Rolle nehmen hierbei molekularbiologische Testsysteme ein, indem sie helfen, die patientenspezifische Risikofaktoren zu identifizieren und eine evidenzbasierte Behandlung auf Grundlage einer fundierten Diagnostik ermöglichen.

Optimale Behandlungssicherheit auf Basis von Markerkeimanalysen

Entzündungen des Parodontalgewebes und fortschreitender Knochenabbau sind Folgen einer Infektion durch parodontopathogene Markerkeime. Für eine zielgerichtete und erfolgreiche Parodontaltherapie ist die Elimination bzw. deutliche Reduktion dieser Markerkeime von zentraler Bedeutung.

Da die Zusammensetzung der Subgingivalflora individuell stark variiert, ist eine gezielte Behandlung nur auf Basis einer Analyse des Keimspektrums möglich. Erst das Wissen um Zusammensetzung und Höhe der Bakterienbelastung ermöglicht die Planung einer optimalen individuellen Behandlungsstrategie mit minimalem Einsatz von Antibiotika.

Markerkeimanalysen mit micro-IDent® und micro-IDent®plus helfen so bei der evidenzbasierten Auswahl eines optimal wirksamen Medikamentes und tragen damit zur Vermeidung von Therapiefehlern oder ineffizienten Therapieformen bei. Regelmäßige Kontrolluntersuchungen zur Überprüfung des Behandlungserfolges und zur Früherkennung von Reinfektionen im Recall helfen das klinische Bild auch langfristig stabil zu halten. So ermöglicht eine diagnostisch fundierte Behandlung einen höheren therapeutischen Erfolg und folglich eine wachsende Zufriedenheit der Patienten.

Wichtiges Ziel bei der Bekämpfung parodontopathogener Keime sollte es sein, die benefizielle Mundflora möglichst unbehelligt zu lassen. Eine Therapie ist nach dem Prinzip „so viel wie nötig und so wenig wie möglich“ anzustreben. Wie das geht, erfahren Sie hier!