Wann und wen testen?

Die kombinierte Bestimmung von parodontopathogenen Markerkeimen und erblich bedingter Entzündungsneigung ist z.B. insbesondere sinnvoll: 

  • bei neuen PA-Patienten im Rahmen der Erstanalyse
  • für bestehende PA-Patienten zur Erstellung eines Risikoprofils
  • vor geplanten Implantationen, insbesondere bei Rauchern
  • zur Festlegung der Recall-Intervalle für rauchende PA-Patienten mit mäßigem oder schlechtem Therapieerfolg
  • bei Periimplantitis und unklarem IL-1-Risikotyp

Wir empfehlen die Durchführung des Kombitest Plus mit dem „großen“ Markerkeimtest. Obwohl die mit dem Basistest micro-IDent® nachgewiesenen fünf Bakterienarten die höchste Pathogenität besitzen, ist eine Testung auf insgesamt elf Spezies von Vorteil. So sind die mit micro-IDent®plus zusätzlich nachgewiesenen Keime wichtige „Frühkolonisierer“ bzw. „Brückenspezies“, die eine wichtige Rolle bei der Entstehung von Parodontalerkrankungen spielen und die Therapiewahl beeinflussen können.

Bitte beachten Sie:
Da sich die genetischen Anlagen eines Menschen im Laufe seines Lebens nicht verändern, bleibt auch das individuelle Entzündungsrisiko stets gleich. Ein Kombitest zur Markerkeimuntersuchung und Bestimmung des individuellen Entzündungsrisikos ist somit nur bei Patienten indiziert, für die der IL-1-Risikotyp noch nicht bestimmt wurde. Für Patienten, deren IL-1-Risikotyp bereits bekannt ist, empfehlen wir eine Markerkeimanalyse mit micro-IDent® oder micro-IDent®plus.