Parodontalbehandlung - Was wird da gemacht?

Wie bei anderen Erkrankungen, so gilt auch bei Zahnerkrankungen, je frühzeitiger eine Parodontitis erkannt wird, umso besser sind die Heilungschancen. 

Die Behandlung der Parodontitis ist abhängig von der Art und dem Stadium der Erkrankung. Sie dient der Erhaltung des Zahnhalteapparates und der Zähne. Dabei werden nicht nur die akuten Beschwerden bekämpft, sondern es wird versucht, auch die Ursachen der Erkrankung zu beseitigen. Das Hauptziel ist es, die Bakterienmenge zu reduzieren und bestimmte Bakterienarten zu eliminieren.

Wie erkennt der Zahnarzt eine Parodontitis?

Zahnfleischbluten ist ein wichtiges Symptome, dass auf eine Parodontitis hinweist, aber auch der Zustand des Zahnfleisches, Eiteraustritt und bewegliche Zähne geben erste Hinweise auf eine bestehende Erkrankung. Der Zahnarzt untersucht das Zahnfleisch und misst die Tiefe der Zahnfleischtaschen mit einem speziellen Instrument das als Sonde bezeichnet wird. Diese Untersuchung wird als Parodontaler Screening Test (PSI) bezeichnet. Auch die Blutungsneigung des Zahnfleisches, die während der Sondierung auftritt gibt wichtige Hinweise auf den Parodontalstatus und wird ebenfalls notiert. Zusätzlich werden Röntgenaufnahmen angefertigt, um das Ausmaß der Knochenzerstörung beurteilen zu können. Schließlich geben mikrobiologische Analysen wertvolle Hinweis auf das Vorliegen der ursächlich verantwortlichen Bakterien. All diese Untersuchungen helfen dem Zahnarzt das aktuelle Entzündungsgeschehen richtig einzuschätzen, um auf dieser Grundlage schließlich den weiteren Behandlungsablauf zu planen.

Bei leichteren Parodontitis-Formen reichen hierzu häufig schon eine intensive Mundhygiene und die Entfernung von Zahnbelägen und Zahnstein. Liegen aber aggressive Parodontitiskeime vor, muss der Patient unter Umständen zusätzlich Antibiotika einnehmen, um die Bakterien sicher abzutöten und ein Fortschreiten der Erkrankung zu verhindern.

Es ist besonders wichtig, dass Sie auch nach Abschluss der Behandlung regelmäßig Ihren Zahnarzt zu Kontrollen und professionellen Zahnreinigungen aufsuchen. Denn Parodontitis-Keime sind hartnäckig und können selbst nach sehr gründlicher Säuberung der Zahnfleischtaschen wiederkehren.

Nur eine regelmäßige Kontrolle und gegebenenfalls Nachbehandlungsmaßnahmen sichern den dauerhaften Behandlungserfolg und folglich den Stillstand der Erkrankung.